• Evi

Wer braucht schon fließend Wasser in Quepos???

Nach Monteverde ging es für uns weiter zur Westküste nach Quepos. Nachdem wir nach einer 2,5 Stündigen Autofahrt völlig ausgehungert durch Jaco fuhren, entschieden wir uns spontan für einen Besuch im Soda. Wir stiegen gerade aus dem Auto aus, da rief eine Stimme "Emma". Wir schauten uns kurz um, dachten uns dann aber nichts weiter dabei, wer sollte uns in Jaco schon kennen?!?!?! Nachdem die Rufe nach Emma immer lauter wurden, schauten wir uns doch nochmals genauer um und tatsächlich. Aus einem Auto winkte uns eine Frau zu sich. Erst erkannten wir sie nicht, aber nachdem wir ihre Tochter auf dem Rücksitz sahen war alles klar! Die kleine Maria, die wir in Tamarindo kennen gelernt hatten strahlte über das ganze Gesicht. Natürlich beschlossen wir kurzerhand gemeinsam mit Maria und Ihrer Familie essen zu gehen, um das Wiedersehen zu feiern. Die Mädels freuten sich total & machten bei der Gelegenheit direkt den Pizza Hut unsicher, während wir ein interessantes Gespräch über die Costa Ricanischen Krankenhäuser führten - Marias Mama arbeitet als Krankenpflegerin. Dieses mal haben wir unsere Nummern ausgetauscht, falls wir mal wieder in San Jose sind freuen wir uns auf ein Wiedersehen 😊.

2 Stunden später ging es weiter nach Quepos. Über Booking fand ich eine interessante Unterkunft, sehr einfach (ist sehr untertrieben) aber top bewertet & direkt am Meer. Als wir dort anriefen um die Unterkunft zu reservieren (über den Weg ist es meist günstiger als über Booking), meinte Miguel - der Inhaber, er würde uns eine Fähre zukommen lassen. Wir müssten nur an die Boots Anlegestelle fahren.

Okay, interessant dachten wir uns, na dann schauen wir mal. Über Whatsapp teilten wir unseren Livestandort, damit Miguel wusste wann wir etwa da sein würden. Klang schon einmal nach einem kleinen Abenteuer. Gegen Einbruch der Dunkelheit kamen wir dann dort an. Zuerst mussten aber ein paar Ticos noch Ihre Autos weg fahren, damit wir durch die Straße zur Fähre kommen konnten. Die Fähre… jaaaaa…. Schaut selbst!

Auf diesem Wassertaxi fuhren wir auf die andere Seite von Quepos. Während Kuba und ich uns die Konstruktion etwas genauer anschauten, waren die Kinder einfach nur fasziniert. 5 Minuten später legten wir auf der anderen Seite an und hatten erst einmal Probleme damit von der Fähre wieder runter zu kommen 🤣. Wir Mädels schauten uns aus sicherer Entfernung an wie Kuba das Auto von der Fähre runter manövrierte. Eine Straße gab es hier nicht wirklich. Wir fuhren langsam über einen sehr holprigen unbeleuchteten Weg. Neben uns rannten die Kinder der Locals am Auto entlang und winkten uns zu. Es gab vereinzelt Häuser, die ihre besten Jahre aber schon lange gesehen hatten. Auch stellten wir fest, dass die Straßen leider relativ zugemüllt waren. Oje, wo waren wir da nur gelandet. Aus dem nichts tauchte Miguel auf, der uns die schmale Einfahrt durch den Dschungel herein winkte. Dort angekommen begrüßte uns Miguel. Da wir den Kindern Eis versprochen hatten, fragten wir ihn ob es hier eine Möglichkeit gäbe Eis zu kaufen. Er meinte es gäbe einen Lieferservice, er würde ihn anrufen. 20 Minuten später kam ein junger Tico auf dem Roller angefahren mit einem Eisbecher in der Hand. Als die Mädels und der 5 jährige Sohn von Miguel zufrieden ihr Eis verspeisten, schaute ich mir mit Kuba das selbst gebaute Holzhaus an, in dem wir die nächsten Tage schlafen würden. Eins vorab, Miguel hatte in einigen Jahren Stück für Stück aus Holz ein paar Cabañas gebaut, das Dach bestand aus einer Plane, damit es nicht rein regnet, aber schaut selbst:


Miguel bittete uns darum sehr sparsam mit dem Wasser um zu gehen und am Abend am besten nicht mehr zu duschen, da ansonsten das Wasser im Wasserkanister ausgehen würde. Steckdosen (wenn man das so nennen konnte) fande