• Evi

Was uns Corona gelehrt hat

Aktualisiert: 18. Mai 2020

Mein letzter Post ist mittlerweile 2 Monate her. Mitte März realisierte ich, dass es sich um eine ernstzunehmende Situation handelt, die eine Weltreise aktuell unmöglich macht.

Vielmehr aber sorgte ich mich um meine Familie und Freunde und hoffte, dass wir "die Pandemie" alle unbeschadet überstehen.

Mittlerweile haben wir Mitte Mai und ich habe viele neue Eindrücke gesammelt. Eindrücke, die mich einerseits aus gesundheitlicher Sicht beruhigen, die mir aber andererseits im Hinblick auf das aktuelle und auch zukünftige Leben und Reisen zu denken geben.

Der Gedanke in den nächsten Wochen unsere Weltreise starten zu können rückt immer mehr in den Hintergrund.

Fest steht, wir werden gemeinsam als Familie die Welt bereisen, egal ob in 2 Monaten, in einem Jahr oder auch erst in 2 Jahren. Die Zeit bis zur Abreise werde ich dazu nutzen, mich in meinem zweiten Standbein, dem Online Büroservice weiter zu entwickeln, um mit Spaß an der Arbeit auch auf Reisen ein zusätzliches Einkommen zu schaffen. Durch Corona haben wir erkannt, wie wichtig es uns ist den Traum einer Weltreise zu verwirklichen. Wobei es für uns vielmehr als nur ein Traum ist. Es geht darum welche Möglichkeiten uns das Leben schenkt und wie wir damit umgehen. Wir sind froh in Deutschland aufgewachsen zu sein. Vor allem nachdem ich vor einiger Zeit Menschen begegnete, die mir von Ihrer Kindheit und der Flucht aus Ihrer Heimat erzählten. Umso bewundernswerter empfand ich die Stärke und den Kampfgeist, die diese Menschen ausstrahlen.

Wir möchten raus in die Welt um die Menschen rund um den Globus kennen zu lernen, ihre Art zu Leben, ihren Lebensmittelpunkt, die Kultur, um eine andere Sicht auf das Leben zu erhalten und um uns selbst besser kennenzulernen. Ich selbst stellte nach meiner 4 wöchigen Sprachreise, die ich in San Francisco verbrachte fest, dass ich den Menschen um mich herum anders begegnete. Auf dieser Reise lernte ich unter anderem Brasilianer, Japaner, Süd Koreaner und Schweden kennen und verbrachte viel Zeit mit ihnen. Es waren zwar nur 4 Wochen, in denen wortwörtlich Kulturen aufeinander prallten (nur als Beispiel, die deutsche Pünktlichkeit im Vergleich zur brasilianischen Lebensweise, oder das für uns verständnislose "schmatzen" der Koreaner, was für uns unhöflich, für die Koreaner allerdings ein Zeichen dafür ist, dass es schmeckt).

Ich erhielt so viele Einblicke in die Lebensweise meiner Studienfreunde, dass ich zurück in Deutschland eine ganz andere Sichtweise auf mein bisheriges Leben, meine Mitmenschen und die unterschiedlichsten Situationen entwickelte.

Das ganze steigerte sich nach meinem 5 Monatigen Aufenthalt in Australien & Indonesien. Auf dieser Reise lernte ich die australische Lebensweise kennen, durch die ich lernte entspannter & sorgenloser durchs Leben zu gehen.

Leider führt das aber auch dazu, dass die Sehnsucht nach einer Lebensweise geweckt wird, die im Heimatland nicht unbedingt umsetzbar ist.