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  • Evi

Unser adrenalinreicher Tag im Reptilienpark Reptiles Toolok Kaa´n bei Puerto Morelos

Aktualisiert: 18. März

Vergangenen August ging es gemeinsam mit Kubas Schwester, Ihrem Freund und unseren Kindern zum Reptilienpark Reptiles Toolok Kaa´n auf der Cenotenstraße bei Puerto Morelos in Mexiko. Puerto Morelos liegt zwischen Cancun und Playa del Carmen auf der Yucatan Halbinsel. Eins vorweg - es war sehr erlebnisreich & nervenaufreibend - vor allem für uns Eltern und Emma!


Als wir im Reptilienpark Toolok Kaa´n ankamen, dachten wir aufgrund der Größe nochmals kurz darüber nach, ob wir nicht doch lieber zum Zoo nach Puerto Morelos gehen, der einige Bewertungen auf Google mehr hatte wie der Reptilienpark Toolok Kaa´n. Da wir allerdings den Park empfohlen bekommen haben, und die Pflegerin auf Anhieb einen sehr sympathischen & kompetenten Eindruck machte, entschieden wir uns dazu doch da zu bleiben. Vor allem bei einem Eintrittspreis von einem viertel im Vergleich zum Zoo! So stiegen wir aus dem Auto und begutachteten zunächst einmal den mitten im Dschungel gelegenen Reptilienpark bei Puerto Morelos. Nach schätzungsweise 2 Minuten wurde uns klar, dass wir ohne Mückenspray keine 5 Minuten überleben würden.


Nachdem wir uns alle fleißig mit Sonnencreme eingecremt und gegen die Moskitos eingesprüht hatten, wurde uns zunächst etwas über die Anlage Reptiles Toolok Kaa´n erzählt und dann ging es auch schon in das Gehege der Leguane und Schildkröten. Während wir fasziniert von den unterschiedlichen Farben der Leguane waren, hatte Emilia nur Augen für die Schildkröten! Wenn es um Tiere geht, kommt Emilia sehr nach mir, sobald ich ein (für mich) nicht alltägliches Tier sehe, könnte es passieren, dass ich die nächsten 30 Minuten mal kurz "weg" bin 😂.


Zunächst erklärte uns die Tierpflegerin vom Reptilienpark Reptiles Toolok Kaa´n, dass es bei einer Kreuzung von grünen und orangenen Leguanen vorkommt, dass die Jungtiere zunächst grün sind und im Laufe des Alterns orangefarben werden. Zum Thema Verteidigung bemerkte sie, dass Leguane ihren langen Schwanz wie eine Peitsche einsetzen, wenn sie sich bedroht fühlen, was zu sehr schmerzhaften Verletzungen führen kann. Bisher haben wir in Mexiko aber nur gute Erfahrungen mit Leguanen gemacht. Hier in Puerto Morelos auf der Yucatan Halbinsel findet man an jeder Ecke und bevorzugt in unserem Garten immer wieder Leguane. Im Normalfall schauen sie zunächst interessiert - wer sie da "anstarrt" ( wir sind auch zum hundertsten Mal immer wieder begeistert wenn wir einen Leguan entdecken), um danach mal mehr, mal weniger gemächlich weiter zu spazieren.


Nach mehreren Zwischenrufen, wurde auch der Wunsch Emilias erhört und wir widmeten uns endlich den Schildkröten. Im Nachhinein fällt es mir schwer zu sagen, wieviele unterschiedliche Arten von Schildkröten es in diesem Reptilienpark bei Puerto Morelos gab. Es waren einige und wir waren erstaunt, wie unterschiedlich sie alle aussahen.

Nachdem Emilia und Emma die kleinen Landschildkröten anfassen durften, war Emilia glücklich, zufrieden & bereit das Gehege zu verlassen.


Als nächstes ging es weiter zur Schnappschildkröte. Wie der Name schon sagt, schnappt sie gerne nach allem, was ihr zu Nahe kommt. Das ist vor allem in seichten Gewässern gefährlich, wenn nichts ahnende Touristen sich im Fluss erfrischen wollen. Da man die Schnappschildkröte kaum erkennt und der Hals sehr schnell und beweglich ist, ist es wohl schon des öfteren Vorgekommen, dass manch einer mit fehlenden Gliedmaßen wieder zurück kam.

Nachdem wir im Reptilienpark von der Tierpflegerin eine kurze Demonstration mit einem langen Stock bekommen haben, verzichteten wir dankend auf die Frage, ob wir auch die Schnappschildkröte gerne mal auf den Arm nehmen würden.



Nun ging es weiter zu den Krokodilen. Die Tierpflegerin zeigte uns die unterschiedlichen Krokodil Arten und erklärte uns wieso Krokodile nicht wirklich eine Zunge haben. Die Zunge ist nämlich am Unterkiefer festgewachsen. Wieso? Stellt euch die Beißkraft der Krokodile vor und was passieren würde, wenn die Zunge einmal "aus versehen" zwischen die Zähne kommen würde. Zudem haben Krokodile eine Klappe am Rachen, die verhindert, dass sie bei geöffnetem Maul unter Wasser ertrinken.



Fühlen sich Krokodile bedroht, beginnen sie zu fauchen. Da es in Mexiko sehr viele Gewässer gibt, in denen Krokodile heimisch sind, ist es gut zu wissen - was das Geräusch zu bedeuten hat.... - Nämlich nichts wie weg!!!!

Das ist einer der Gründe, warum man nicht unbedingt in irgendwelche Flüsse oder sonstigen Gewässer in Mittelamerika springen sollte. Wie gut, dass uns dies nochmals im Reptilienpark Reptiles Toolok Kaa´n näher erläutert wurde!


Beim nächsten Gehege erlebten wir das aggressive Verhalten der Krokodile untereinander, bei dem nach einem "kleinen" Kampf der Verlierer mit blutigem Kopf aus dem Wasser kam. Nein, diesen Wesen möchten wir nur sehr ungern in der freien Natur begegnen...


Als nächstes ging es für uns zum Schlangenhaus. Nachdem wir auch hier über die unterschiedlichen Arten aufgeklärt wurden, öffnete sie die Box der Boa und wir schauten erstaunt, wie sich die Schlange um den Arm der Tierpflegerin wickelte.

Mit den Worten "die Schlange beißt nicht und ist Menschen gewohnt" fragte sie uns, ob wir sie nicht auch gerne auf den Arm & auf die Schultern nehmen würden. Während sich bei mir ein erster Fluchtinstinkt bemerkbar machte und ich versuchte die Kinder von der Boa fern zu halten, schaute Emilia fasziniert Flo zu, dem Freund Kubas Schwester, der mit Begeisterung die Schlange zu sich nahm. "Ich will auch" hörte ich von dem kleinen Wesen neben mir. Das war das erste Mal, an dem mir flau im Magen wurde. Während es Emma nicht ganz geheuer war und sie sich dezent zurück hielt, wartete Emilia mehr oder weniger geduldig auf den Moment, an dem sie endlich die Schlange halten durfte. Nach kurzem zögern und mehreren Rückfragen, ob es auch sicherlich nicht gefährlich sei, stimmten wir Emilias Wunsch zu.


So kam es dazu, dass eine viel zu lange Schlange um die Schultern unserer viel zu kleinen Emilia gelegt wurde... Kuba hielt notgedrungen (mit wenig Begeisterung) die Boa, damit sie sich nicht komplett um Emilias Arme wickelte. Emilia hingegen war total fasziniert und freute sich, während ich den Drang unterdrückte, sie von der Boa zu befreien und so weit es geht mit ihr weg zu rennen. Soviel zum Thema man sollte seine eigenen Ängste nicht auf seine Kinder übertragen...


Nachdem sich Flo und Emilia nochmals mit dem Tragen der Boa abwechselten, hielt sich Emma sichtlich besorgt die Augen zu und meinte zu ihrer kleinen Schwester "Ich kann mir das nicht anschauen, Emilia - was machst du da?!?!?!"


Als wenn das nicht schon genug gewesen wäre, hieß es zum Abschluss, die Schlange würde nun gefüttert werden, ob wir nicht gerne zu schauen würden. Nachdem ich mich anfangs vehement weigerte, meinen 3 & 5 Jährigen Mädels zu zeigen, wie eine Boa eine lebendige Maus verschlingt, bestand Emilia darauf sich das Spektakel anschauen zu wollen.



Zum Glück war die Schlange nicht so scharf auf Zuschauer (verstehe ich, wer wird schon gerne beim Essen von umherstehenden Leuten angestarrt...?!).

Während die Maus nicht so recht wusste, was vor sich ging, lag die Boa unbeeindruckt in der Box. Es ist wohl nicht ungewöhnlich, dass in solchen Situationen die Mäuse beginnen die Schlangen an zu nagen. Bevor es dazu kam, haben wir uns jedoch dazu entschlossen uns nochmals den Schildkröten zu widmen - was mir nicht unrecht war.



Fünf Minuten später kam auch schon ein anderer Tierpfleger um uns zu berichten, dass die Maus nun verschlungen sei. War ich froh, dass die Kinder nicht live dabei waren!!!


Zum Abschluss durften die Mädels noch die Babyschildkröten begutachten, bevor es wieder zurück nach Hause ging.


Trotz der Überwindung und der Nervenprobe, der wir ausgesetzt waren, hatten wir und vor allem die Kinder viel Spaß und haben einiges über die Reptilien in Mexiko gelernt.


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